Jugend nicht im Stich lassen – Arbeitslosigkeit bekämpfen

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In der EU haben zehn Millionen Jugendliche unter 30 Jahren keine Arbeit. In elf Ländern liegt die Jugendarbeitslosenquote über der 25-Prozent-Marke. Traurige Spitzenreiter sind Griechenland mit 59,2 Prozent und Spanien mit 54,3 Prozent (12/2013). Das sind die verheerenden Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise auf die Beschäftigung von Jugendlichen.

Europa kann es sich nicht leisten, eine gesamte Generation zu verlieren!

Es kann nicht sein, dass die Jugend Europas die Konsequenzen einer Krise tragen muss, die sie nicht zu verantworten hat. Es kann nicht sein, dass Banken mit Steuergeldern gerettet, aber die Jugendlichen im Stich gelassen werden.

Deshalb – schnell und gezielt gegen Jugendarbeitslosigkeit handeln!

Wir fordern einen Pakt für Arbeitsplätze in Europa: die Regierungen sind gefordert, gemeinsam mit Arbeitgebern und Arbeitnehmern konkrete gemeinsame Ziele und Maßnahmen für die Schaffung neuer Arbeitsplätze zu vereinbaren.

  • Investitionen müssen vor allem in die Sektoren fließen, wo in Zukunft neue und zukunftsträchtige Arbeitsplätze geschaffen werden können: Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, nachhaltige Mobilität, der IT-Sektor, Biotechnologie sowie der Gesundheits- und Pflegesektor.
  • Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) müssen gefördert werden. Sie brauchen besseren Zugang zu Krediten.
  • Die zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit von der EU bereit gestellten 6 Milliarden Euro müssen schnell und gezielt in den am meisten betroffenen Staaten eingesetzt werden. Gegebenenfalls müssen sie deutlich aufgestockt werden.

Wir wollen eine Beschäftigungsgarantie für Jugendliche in allen EU Staaten, damit kein Jugendlicher nach dem Abschluss mit leeren Händen dasteht. Es müssen wirtschaftliche Anreize für Unternehmen geschaffen werden, junge Menschen einzustellen.

Eine gute Bildung und Ausbildung sind Voraussetzung für die Reduzierung der Jugendarbeitslosigkeit. Wir wollen, dass die EU die Mitgliedstaaten darin unterstützt, ihre Bildungssysteme zu modernisieren und zu verbessern.

Sie können darauf vertrauen, dass wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten dafür im Europäischen Parlament streiten werden.