Europäische Verfassung

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Noch nie in der europäischen Geschichte haben wir in Deutschland so lange in Frieden gelebt.

Das liegt nicht etwa daran, dass es keine Interessenskonflikte zwischen den Staaten mehr gibt, sondern daran, dass sie heute nicht mehr im Schützengraben, sondern im Konferenzraum ausgetragen werden. Sechs europäische Staaten haben wenige Jahre nach dem verheerenden Zweiten Weltkrieg mit der europäischen Einigung begonnen, mit dem Ziel, die Völker zu versöhnen, Grenzen zu überwinden, gemeinschaftlich sozialen Zusammenhalt sowie wirtschaftliche und kulturelle Entfaltung zu befördern.

Heute ist die Europäische Union längst mehr als ein gemeinsamer Markt. Sie ist vor allem eine Werte- und Rechtsgemeinschaft mit eigenen Zuständigkeiten und handlungsfähigen politischen Institutionen. Ihr gehören inzwischen 28 Mitgliedstaaten an, in der mehr als 500 Millionen Menschen leben. Weitere Länder wollen dazugehören. Alle gemeinsam werden zu entscheiden haben, wie unser europäisches Haus zukünftig aussehen soll. Die Einigung Europas ist weder vollendet noch unumkehrbar. Sie ist nur von Dauer, wenn man sich immer wieder aufs Neue um sie bemüht.

Ich setze mich sich seit vielen Jahren dafür ein, dass Europa immer enger zusammenwächst und eines Tages die Vereinigten Staaten von Europa gegründet werden, basierend auf einer Verfassung, die möglichst durch ein europaweites Referendum in Kraft tritt. Für diese Vision will ich auch künftig im Europäischen Parlament streiten. Ich bin davon überzeugt: das vereinte Europa ist die richtige Antwort auf die Globalisierung. Nur vereint ist Europa in der Lage, Frieden und Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Stabilität, Wohlstand und soziale Sicherheit, eine lebenswerte Umwelt, Demokratie und Menschenrechte zu garantieren.

Sicher, das ist nicht leicht. Aber dieser Herausforderung stelle ich mich gern.